Ich bin seit 4 Jahren alleine mit dem Wohnwagen unterwegs. Früher auch mit Campingbus und Motorrad.
Völlig egal, was andere Leute darüber denken!
Mir ist es sogar lieb, wenn die Leute Abstand zu mir halten. Meine tätowierten Hände helfen da auch gut. Insgesamt spüre ich, dass mich die Leute merkwürdig finden, weil ich sehr viel alleine im Wohnwagen bin und nur das Nötigste mit Nachbarn spreche.
Aber eben: das ist mir nur recht. Wenn ich irgendwelche Hilfe brauche, dann kann ich auch die Jungs vom Campingplatz fragen.
Es ist natürlich sehr anstrengend, weil man alles alleine entscheiden muss: wohin wird gefahren, wie lange wird geblieben, baut man das Vorzelt auf oder nicht, wie repariert man etwas oder wo gibt es eine Werkstatt, wohin fahre ich, wenn schlechtes Wetter ist etc.
Das alles alleine zu entscheiden ist für mich sehr anstrengend. Zu zweit kann man das alles besprechen und bekommt auch mal einen anderen Input. Alleine hat man oft Scheuklappen auf.
Ausserdem hat man natürlich doppelte Arbeit. Putzen, waschen, aufräumen, Planung etc.: alles musst Du alleine machen. Die Arbeit kann nicht aufgeteilt werden.
Ich wurde schon oft gefragt, warum ich so lange brauche um z. B. loszufahren ... ist logisch, wenn man alle Arbeiten selbst machen muss.
Wenn einem das alles nichts ausmacht: go!
Und ja: ich habe sehr viele Gründe, warum ich nicht mit Menschen interagieren möchte.